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Thema: Ampelschaltungen

  1. #11
    SanderTannler Gast

    Standard

    Zitat Zitat von bernd das bike Beitrag anzeigen
    'So etwas' heißt offiziell Anforderungsampel.
    Hier in Bergedorf fahren meist noch Autos wenn die Dinger fürs Fahrrad grün zeigen, das ist meist abweichend vom Fußgängergrün. Noch kann man das wohl auf "Neu" schieben, aber toll ist es nicht.

    Die Bettelbuttons sind dann noch so platziert, das man schlecht rankommt. Oder die wartenden stehen bei Einmündungen dem fahrenden Radverkehr im Weg. Ich wünschte man baut mal Bettelampeln für Autos. Generell sehe ich die Dinger auch nur als Schikane, damit man mehr gegängelt wird und 2 - 3 komplette Phasen bis grün warten muss.

    Liebe Grüsse
    SanderTannler

  2. #12
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    Zitat Zitat von SanderTannler Beitrag anzeigen
    und 2 - 3 komplette Phasen bis grün warten muss.
    Das ist der eigentlich entscheidende Punkt. Die Anforderungsampeln sind in Hamburg so geschaltet, dass man nach Drücken des Knopfes oft sehr viel länger als bei normalen Ampeln warten muss. Ich habe einige Jahre in Berlin gewohnt und vorher und hinterher viele Jahre in Hamburg, habe also einen Instinkt für die Ampeln beider Städte entwickelt. Bei den Bettelampeln in Hamburg muss man immer sehr lange warten, in Berlin gibt es manchmal nach 3 Sekunden schon Grün. Und das, obwohl sich die Berliner und Hamburger Ampelphasen bei normalen Ampeln nicht zu unterscheiden scheinen.

    Angenommen, eine komplette Ampelphase ist 90 s lang, und jede Ampel hat ihre festen Zeiten, wann sie umspringt (beides deckt sich mit meinen Beobachtungen). Die Anforderungsampeln machen die Grünphasen der Fußgänger sozusagen unsichtbar, bis jemand drückt. Wenn in Berlin jemand zufällig genau 10 s vor dem Zeitpunkt drückt, zu der das Fußgänger-Grün nach dem Zeitplan kommt, dann wird auch nach 10 s grün. Nicht so in Hamburg. Hier scheint es eine volle zusätzliche Verzögerungsphase zu geben, so dass der Fußgänger im geschilderten Fall erst nach 100 s Grün bekommt.

    Das ist das eigentlich Nervige an den Hamburger Bettelampeln. Wenn die so "gerecht" funktionieren würden wie in Berlin, könnte man sich durchaus mit ihnen anfreunden.

    Über den Grund der zusätzlichen Verzögerungsphase in Hamburg kann ich nur spekulieren. Vielleicht meinen die Macher, es wäre zu undurchschaubar für die Fußgänger, wenn sie mal nach 1 s und mal nach 40 s Grün bekämen. Also einfach eine volle Phase draufgehauen, so dass die Spanne sich zwischen 91 s und 130 s bewegt, das ist immer "sehr lang", so dass der Fußgänger subjektiv eher den Eindruck von konstantem Verhalten der Ampel hat.

  3. #13
    SanderTannler Gast

    Beitrag

    Hallo

    das sind hier schon mehr als nur 100s. Zumindest bei Kreuzungen und Einmündungen wo der Radverkehr die Abbiegephasen beeinträchtigt. Erst nach der zweiten Autophase wird die Bettelampel für die zweirädrigen Störer überhaupt berücksichtigt.

    Da kommt man sich richtig dämlich vor und ich kann da jeden Rotfahrer verstehen der dann die Ampel ignoriert Diese Verar***ungs Ampeln animieren alle Altersschichten zum rotfahren. Das ist für die Verkehrssicherheit unseres Nachwuchses sicher ein toller Gewinn

    Grüsse
    Eric

  4. #14
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    Cool Ähemm....

    Zitat Zitat von Mike Beitrag anzeigen
    (...)
    Vielleicht meinen die Macher, es wäre zu undurchschaubar für die Fußgänger, wenn sie mal nach 1 s und mal nach 40 s Grün bekämen. (...)

    Die Aufgabe der Bettelampeln ist es, den Autoverkehr möglichst ungestört (durch Fußgänger und Radler ungestört, natürlich) fließen zu lassen, nicht den Fußgänger möglichst schnell über die Straße zu lassen.

    Insofern verkennst Du die Intentionen der Hamburger (Auto)Verkehrsplaner, die Fußgänger und Radler nur als eine Störung des Autoverkehrs wahrnehmen, deren Einfluss man weitgehend eliminieren muss, nicht als Verkehrsteilnehmer mit eigenen Rechten.

    Wer einen Bankkredit bekommt um sich eine Dose zu kaufen, bekommt auch Rechte zugebilligt, wer nicht kreditwürdig ist, oder sich aus anderen Gründen keine Dose leistet, dem werden sie entzogen. So einfach tickt Hamburger Verkehrspolitik.
    Radfahrer leben in Feindesland

  5. #15
    SanderTannler Gast

    Standard

    Ja da kann man sehen wie verlogen agiert wird.

    Siehe hier: http://www.kopf-an.de/die-kampagne

    Wenn ich 5 Minuten an jeder Bettelampel betteln muss, dann kann ich auch 30 Minuten auf den Bus warten und mit dem die Umwelt verquarzen.

    Denn: Gerade in der Stadt ist es wichtig aufzusatteln. Auf den ersten drei Kilometern ist das Rad das schnellste Verkehrsmittel.

    Ist schlicht eine oberfeiste Lüge durch die Bettelampeln und Schrottradwege. Letztens war der Umweltsenator bei Schalthoff, hat auch da gelogen das die Emissionen runter müssen durch mehr Radfahrten. Hamburg ist sicherlich immer noch führend in der Liste der Fahrradfeindlichen Städte. Die Bettelampeln von denen ich berichte sind letztes Jahr als Ersatz für normale Ampeln mit ständigen Grünphasen neu gekommen.

    SanderTannler

  6. #16
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    Zitat Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    Die Aufgabe der Bettelampeln ist es, den Autoverkehr möglichst ungestört (durch Fußgänger und Radler ungestört, natürlich) fließen zu lassen, nicht den Fußgänger möglichst schnell über die Straße zu lassen.
    Es sind ja nicht zu jeder Ampelphase Fußgänger da, die drücken. Allein dadurch ergibt sich ja schon mehr Grün-Zeit für den Autoverkehr. Das ist der Sinn der Berlin-Variante.

    Die Hamburger Planer setzen noch eins drauf, indem sie sich zusätzliche Grün-Phasen für die Autos erschleichen. Da fühlt man sich allerdings zum Gehen bei Rot animiert.

  7. #17
    SanderTannler Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Mike Beitrag anzeigen
    Die Hamburger Planer setzen noch eins drauf, indem sie sich zusätzliche Grün-Phasen für die Autos erschleichen. Da fühlt man sich allerdings zum Gehen bei Rot animiert.
    Erschleichen triffts wirklich, ich habe noch nie soviele Rotradler gesehen wie hier seit den neuen Ampeln. Alle machens, auch die Mütter mit den Kindern schon. Rennradler rauschen vorbei und rüber, da hat die Verkehsbehörde ja tolle LMAA Ampeln geschaffen.
    In der Rushhour wartet man am längsten, da hat Radler und Fußgänger kein Recht mehr heim zu kommen. Es ist an der Zeit Tunnel und Brücken zur Strassenquerung einzufordern. Früher haben Flüsse ganze Landstriche getrennt, kommt da bald die Ampel mit Münzschlitz um eine Passage bei Charon anzufordern?

    SanderTannler

  8. #18
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    Zitat Zitat von SanderTannler Beitrag anzeigen
    kommt da bald die Ampel mit Münzschlitz
    Bring die bloß nicht auf solche Gedanken

  9. #19
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    1

    Standard Ampelschaltung

    Diese heissen im Amtsdeutsch Bedarfsampeln.Wenn man die Strasse überblicken kann und alles frei ist,fahre ich bei rot,da ich in diesem Moment keinen Bedarf habe.Einen nicht abreissenden Autostom stoppe ich.

  10. #20
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    Hamburg Rahlstedt ( Großlohe)
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    4

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    Da kann ich leider auch nur zustimmen, meien Beritschaft, über 100s an einer Ampel ruzustehen tendiert meistens eher egegn Null, wenn möglich nehme ich sogar Umwege in Kauf, nur um einer derartigen Ampel auszuweichen.

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